20. Dezember 2018

Forschungs- und Informationsdienst Extremismus und Militanz (FIDEM)

Relevanz und Selbstverständnis

Im September 2018 wurde in der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH der Forschungs- und Informationsdienst Extremismus und Militanz (FIDEM) eingerichtet.

Diese Organisationseinheit versteht sich als eine Schnittstelle zwischen der Praxisforschung und Deradikalisierungsarbeit, die zugleich phänomenübergreifend, vergleichend sowie interdisziplinär aktionsforscherisch und empirisch gesichert agieren soll.

Die Arbeit wird darin bestehen, auf einen wissenschaftlich abgesicherten Ablauf der evidenzorientierten Deradikalisierungsarbeit im Träger und im interessierten gesellschaftlichen Kontext kapazitätsgemäß hinzuwirken.

Im Einzelnen übernimmt FIDEM Aufgaben
• des gezielten Forschungs-Monitorings,
• der Synthese relevanter Befunde,
• der Analyse relevanter Präventionsansätze,
• des Monitorings relevanter Evaluationsforschungen,
• des Wissenstransfers in relevante Bedarfsträgerstrukturen,
• der Erarbeitung, Erprobung, Anwendungsbegleitung und evaluierenden Implementierung von Qualitäts- und Evaluationsstandards sowie
• der problem- und nutzenbasierten Beratung relevanter Akteure und Entscheidungsträger im Feld.

Darüber hinaus soll FIDEM – jeweils finanziell gesichert – einschlägige Entwicklungen dokumentieren, Daten erheben und sichern und deren Interpretationen vornehmen, um empirisch fundierte Aussagen über die anzutreffenden Erscheinungsformen politischer, ideologischer sowie religiöser Radikalität und szenen- sowie subjektbetreffenden Radikalisierungstrends treffen zu können.

Phänomenbereiche

FIDEM bearbeitet gesellschaftliche Problemfelder in ihren extremistischen und terroristischen Interdependenzen unter Beachtung internationalen Lageentwicklungen und in Deutschland spezifisch in Hinblick auf:
a. den freiheitsfeindlichen Islamradikalismus und Islamextremismus
b. den freiheitsfeindlichen Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus
c. den freiheitsfeindlichen Linksradikalismus und Linkssextremismus
d. die freiheitsfeindlichen Artikulationen von programmatischen und radikal-missionarischen Ideologien und Religionen

Im Hintergrund steht ein Verständnis von „generischem Faschismus“.

Kooperationen

2019 ist der FIDEM in die Begleitforschung zur Arbeitsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eingebunden.

Leitung FIDEM

Dr. Bernd Wagner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter FIDEM

Dr. Michail Logvinov

Kontakt FIDEM

E-Mail: info[at]zentrum-demokratische-kultur.de